Auswirkungen der Coronakrise auf die Kosmetikbranche

Der Begriff „Corona“ ist im Jahr 2020 aus den Köpfen der Menschen nicht mehr wegzudenken und beschäftigt die ganze Welt schon seit ungefähr neun Monaten. Ohne eine Ankündigung veränderten sich schlagartig die Lebensabläufe, soziale Kontakte wurden komplett eingeschränkt und die Menschheit stand vor einer großen globalen Herausforderung.

IONTO-COMED zieht Bilanz, in welchem Ausmaß die Kosmetikbranche davon betroffen ist und wie die KosmetikerInnen mit dieser besonderen Situation umgehen.

Coronakrise März 2020: Schließung der Kosmetikinstitute

Die Bundesregierung stand von einem auf den anderen Tag vor zahlreichen Entscheidungen. Jede Branche wartete auf eine Aussage, wie es für sie erst einmal weitergehen wird. Ebenso die Kosmetikbranche, welche eine Zeit lang bei vielen Entscheidungen vernachlässigt blieb. Das Problem für die Entscheidungsträger war, dass der Bereich der Kosmetik in diversen weiteren Kategorien zu finden ist, für die es aber unterschiedliche Maßnahmen einzuhalten gilt. So führen einige KosmetikerInnen kosmetische Behandlungen in ihrem privaten Haushalt durch, andere besitzen ein einiges Institut und manche gehören zu den Teams eines Friseursalons oder einer Arztpraxis. Dies machte es schwer, eine einheitliche Entscheidung zu treffen, die für alle Richtungen optimal zur Vorsorge einer Ausbreitung beiträgt.

Nachdem für einzelne Unternehmen schon festgestanden hatte, dass sie vorerst schließen mussten, folgte im März der Lockdown. Ein Großteil an Geschäften musste schließen und soziale sowie geschäftliche Kontakte, welche sich außerhalb des eigenen Haushaltes abspielten, sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Mit dem Lockdown kam die Regelung, dass auch kosmetische Praxen und Institute temporär schließen mussten. Ein kleiner Teil von KosmetikerInnen durfte jedoch aufgrund der Behandlung in einer Arztpraxis ihrer Arbeit weiter nachgehen.

Kreative Lösungen: Die Coronakrise als Vorteil nutzen

Das Verbot von kosmetischen Behandlungen sowie die Schließung der Institute traf die Kosmetikbranche im großen Maße. Viele verloren dabei ihre einzige Einnahmequelle und die Tätigkeit, die ihnen Freude machte. Es stand sehr schnell fest, dass so lange die Situation mit dem Coronavirus von Bestand ist, Behandlungen im Gesicht, Hals oder Dekolleté eingeschränkt oder gar nicht möglich waren.

Um auch während dieser schweren Zeit das Geschäft am Laufen zu halten, suchten KosmetikerInnen nach kreativen Lösungen. Eine davon war der Verkauf von Pflegeprodukten. Durch den Versand der Produkte hatten Kunden die Möglichkeit, trotz Schließung der Kosmetikinstitute die intensive Pflege der Haut zu Hause fortzuführen.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt der Schließung bestand darin, dass die zwei Monate intensiv genutzt werden konnten, um das Angebot zu überarbeiten oder auszusortieren. Für manche Institute und Praxen ist dies zwischen zahlreichen Kundenterminen und dem normalen Betrieb nicht möglich.

Coronakrise ab Mai 2020: Durchführung kosmetischer Behandlungen mit strengem Hygienekonzept

Im Mai 2020 folgte für einige KosmetikerInnen die Erleichterung. Sie durften wieder unter strengen Hygienevorschriften öffnen und eingeschränkt Behandlungen durchführen. Jedoch traf dies nicht auf alle Kosmetikinstitute zu, da die Regelungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich waren. Allgemein gesehen, durfte die Kosmetikbranche als eines der letzten Dienstleistungsunternehmen wieder öffnen. Die Entscheidung fiel den Verantwortlichen sehr schwer, da sich der Arbeitsbereich primär im Gesicht abspielt.

Ab Mai lockerten sich von Monat zu Monat die Bestimmungen und weitere Behandlungen durften wieder durchgeführt werden.

November 2020: Zweiter Lockdown

Im Oktober 2020 stiegen mit Bedauern wieder die Corona-Infektionen und somit wurden erneut strengere Maßnahmen ergriffen. Nach mehreren Gesprächen mit den Abgeordneten der Bundesländer entschied sich die Bundesregierung am 28.10.2020 für einen zweiten deutschlandweiten Lockdown-Lite. Dieser begann am 02.11.2020 und gilt voraussichtlich bis zum 30.11.2020. Es sind nunmehr erneut 4 Wochen, in denen die KosmetikerInnen ihre Institute schließen müssen und somit nicht ihrer Arbeit nachkommen dürfen. Der Verkauf von Pflegeprodukten oder auch die Beratung telefonisch/ online sind weiterhin erlaubt.

Sie haben noch offene Fragen zu der Schließung Ihres Instituts? Dann lesen Sie auch gern unseren Blogbeitrag Corona – Hier finden Sie Hilfe.

Weitere Informationen finden Sie auch bei dem Verband Cosmetic Professional e.V.

Wir sind weiterhin für Sie da und informieren Sie regelmäßig über neue Beschlüsse. Bleiben Sie gesund und optimistisch!