Eine Geschichte über drei Generationen Folge 1: Aus Baden in die Welt (1979 – 1999)

Wir blicken in einer dreiteiligen Reihe auf die vierzigjährige Unternehmensgeschichte und schildern die wichtigsten Wegmarken. Zum Auftakt geht es um die Gründungszeit und die spannenden Jahre bis 1999.

Eine Pionierin mit Sinn für Technik

Eigentlich begann es schon vor 1979. Gertraud La Fontaine eröffnete in Karlsruhe ein Kosmetikinstitut. Schon nach kurzer Zeit entwickelte sie das Bedürfnis, den Wirkungsgrad ihrer kosmetischen Behandlungen zu erhöhen. Weil sie schon immer eine Frau mit Sinn für Technik war, begann sie zu tüfteln und entwickelte ein batteriebetriebenes Iontophorese-Gerät. Es soll kosmetische Wirkstoffe in tiefere Hautschichten einbringen. Zu diesem Zeitpunkt gab es für kosmetische Behandlungen nur wenige Geräte auf dem Markt. Doch der Bedarf an Geräten stieg an und die apparative Kosmetik begann sich zu verbreiten. So wurde das Ende der Siebzigerjahre zu einer besonders spannenden Zeit in der Branche. In dieser Zeit griffen die beiden Brüder, Martin und Helmut La Fontaine, die Idee ihrer Mutter auf. Sie gründeten am 1. Juli 1979 die IONTO-COMED GmbH. Mit zwei Geschäftsführer und eine Sekretärin begannen sie gezielt den Aufbau des Unternehmens zum Marktführer der apparativen Kosmetik.

Erste Erfolge, nationale und internationale Vernetzung

Anfang der Achtziger kamen die erste elektromotorisch verstellbare Liege IONTO-KOMFORT Typ1 (mit Motor) und das Haarentfernungsgerät IONTO-EPILATOR auf den Markt. Im Bereich Fußpflege gab es das Schleifgerät IONTO-PEDO FS1. Ein besonderer Erfolg für IONTO-COMED wurde das Kräuterbedampfungsgerät IONTO-HERB, das die OZON-Behandlung ablösen sollte. Es war das einzige seiner Art, erreichte schnell internationale Bekanntheit und wurde bis nach Japan exportiert. 1980 wurden erste Verkäufe in die Niederlande getätigt und damit die Internationalisierung initiiert. Es folgten weitere europäische Länder und 1983 die USA. Zu dieser Zeit entstand auch der Kontakt zu Estee Lauder. IONTO-COMED durfte weltweit alle Flagship-Stores außerhalb der USA, in denen auch kosmetische Behandlungen durchgeführt wurden, einrichten. Gezielt wurden enge Beziehungen zu Kosmetik-Fachschulen auf- und ausgebaut. Die Bekanntheit der Marke stieg, und IONTO-COMED knüpfte wertvolle Kontakte. So wurde mit dem Wachstum das Unternehmen zu einem anerkannten Partner in der Fachwelt.

Wachstum und strukturelle Weichenstellung von IONTO-COMED

Im Jahr 1990 konnte ein großer Schritt gemacht werden durch die Gründung der IONTO-COMED Leipzig und die Verlagerung der Produktion von Karlsruhe nach Leipzig. Erst in ein Objekt der Treuhand und 1994 in einen eigenen neuen Bau. Dies wurde durch die Marktöffnung in den neuen Bundesländern und auch durch den ergiebigeren dortigen Arbeitsmarkt ermöglicht und unterstützt. 1990 wurden mehrmotorige Liegen wie die IONTO-KOMFORT Typ4 entwickelt. Außerdem erfand IONTO-COMED die Wellnessliege und schuf damit ein ganz neues Segment. Parallel zum Wachstum wurden wichtige strukturelle Entscheidungen getroffen, die die Lieferfähigkeit sowie die Präsenz im Markt sicherten und damit als Basis für weitere Erfolge dienten. So wurden 1985/86 die Niederlassungen in Neuss und Hamburg gegründet. 1990 folgte der Umzug des Stammhauses von Karlsruhe in das nahegelegene Eggenstein und 1991 wurde eine weitere Niederlassung in Berlin eröffnet. Dadurch war man den Kunden nun ungefähr in ganz Deutschland nahe und konnte überall guten Service bieten.

IONTO-COMED: Die Nummer 1 der apparativen Kosmetik

Inzwischen hatte IONTO-COMED 140 Mitarbeiter, 50 Auslandspartner und zahlreiche Markenpartner. Das Unternehmen konnte auf viele eigene Patente verweise – und auf interessante Projekte wie zum Beispiel einen Star-Trek-Film, in dem IONTO-COMED-Produkte verwendet wurden. Ein ganz besonderer Moment war es auch, als Helmut La Fontaine 1997 zum ersten Mal den Beauty Award entgegennehmen konnte. Wenig später schied er als Gesellschafter aus, pflegte aber noch für einige Jahre die internationalen Kontakte von IONTO-COMED. Das Unternehmen war inzwischen erwachsen geworden und hatte eine führende Marktposition eingenommen. Die Basis dafür waren ein umfassendes Angebot – von günstig bis premium –, das aus der Praxis heraus entwickelt worden war, und die Produktion in Deutschland.