Unterschiede von Kristallabrasion und Diamantabrasion

Im Gegensatz zu klassischen Peeling-Methoden wie Zuckerkristallen, Bürsten, Mikrofasertüchern, Tonerden oder gemahlenen Pfirsichkernen ist eine professionelle, saubere, sterile und kontrollierte Feinschleifung der Haut nur mit einer speziellen Gerätetechnologie, nämlich der Mikrodermabrasion, möglich.

In Deutschland ist die Mikrodermabrasion eine der am häufigsten angewendeten mechanischen Peelingverfahren, die das Hautbild verfeinern, Falten glätten und das Hautbild ebenmäßig machen. Das Wort setzt sich aus den Begriffen Mikro = Klein, Derma = Haut und Abrasion = Abkratzung zusammen und steht sinngemäß für „kleines Abschleifen der Haut“.  Doch welche Unterschiede gibt es zwischen dem Diamant Peeling und der Kristall Mikrodermabraion?

Der Unterschied

Die beiden Technologien der Diamant Mikrodermabrasion mit Schleifkörpern und der Kristall Mikrodermabrasion mit Alumainiumoxiden unterscheiden sich gravierend: Das Gerät der Diamant Mikrodermabrasion besitzt in der Regel einen Diamantschleifkopf, der mit einer mit Diamantstaub beschichteten Schleifscheibe die Haut durch eine rotierende Technik oberflächlich abschleift. Anschließend werden die gelösten Hautschuppen über Vakuum abgesaugt. Ein Nachteil dieser Behandlung ist, dass die Aufsätze vieler Geräte nicht sterilisierbar sind, und somit ein hohes Infektionsrisiko auf der Haut herrschen kann. Ein weiterer Nachteil ist die geringe Kontrolle über die Intensität der Abschleifung der Haut. Dies könnte zu unerwünschten Nebenwirkungen, wie z.B. kleinen Verletzungen, führen.

Die Erfahrung Kristallabrasion

Die Mikrodermabrasion mit Kristallsand ist ein bewährtes Verfahren, welches mittels Luftstrom die Kristalle auf die Haut aufbringt. Gleichzeitig werden Schmutzpartikel und abgestorbene Hautschüppchen mit einer Vakuum-Technik, welche in das Gerät integriert ist, wieder abgesaugt. Durch die einheitliche Größe der aus Spezial-Tonerde gewonnenen Edelkorund-Mikrokörnungen verläuft die Behandlung sehr kontrolliert und kann individuell – je nach Hauttyp – reguliert werden. Vorteile der Kristalle sind, dass sie eine hohe Reinheit aufweisen, hypoallergen sind und keine Hautirritationen hervorrufen. Die langjährige Erfahrung mit dem Gerät bestätigt, dass die Methode eine sehr hohe Verträglichkeit aufweist. Die Technologie, die Sicherheit und die Wirksamkeit der Mikrodermabrasion mit Kristallsand wurden in zahlreichen in vivo- Studien histologisch belegt.* Sie ist nach wie vor der Klassiker in Hautarztpraxen und Kosmetikinstituten für ein kontrolliertes, effektives und sicheres Peeling. Zahlreiche Hautindikationen wie Falten, trockene Hautstellen (Xerosis Cutis), Pigmentverschiebungen, Hyperkeratosen, und Hautunreinheiten können auf diese Weise wirkungsvoll behandelt werden und stellt eine gute Alternative zu chemischen Peelings dar.

*Moetaz et al.: Microdermabrasion: a clinical, histometric, and histopathologic study J. of Cosmetic Dermatology. 2016

Der Trend

Die Diamant Mikrodermabrasion ist ein derzeitiger Trend, der mit dem Wort „Diamant“ eine sehr hohe Wertigkeit vermittelt. Die Grundlegenden technologischen Unterschiede der beiden Verfahren sollten jedoch beim Kauf eines Gerätes überdacht werden. Demzufolge stellt sich die Frage ob ein rotierender Diamantschleifkopf, ein Verfahren, welches mittels Unterdrucksystems gleichmäßig und präzise feine Mikrokristalle auf die Haut aufstrahlt und wieder einsaugt, ersetzen kann.

Die Qual der Wahl

Die Kosten der Diamant Mikrodermabrasion und der Kristall Mikrodermabrasion liegen zwischen 1000,- und – 6000,- Euro. Beim Kauf eines Gerätes sollte auf Qualität, Service des Herstellers und die Voraussetzung für ein hygienisches Arbeiten mit dem Gerät  geachtet werden. Denn nur ein sauberes, präzises und kontrolliertes Peeling-Verfahren in der Kosmetik baut das Vertrauen der Kunden im Kosmetikinstitut auf und ermöglicht so eine starke, erfolgreiche Kundenbindung.