Ultraschall: Must-have oder alter Hut?

Dass Ultraschallgeräte bereits seit vielen Jahrzehnten nicht nur in der Kosmetik, sondern besonders erfolgreich auch in der Medizin und Physiotherapie eingesetzt werden, ist durchaus ein alter Hut. Von der Diagnose-unterstützung (bildgebender Ultraschall) über Wundmanagement (niederfrequenter Ultraschall) und Tumorzerstörung (HIFU) in der Medizin - bis hin zur Knochenheilungsförderung und Regeneration von Gewebeschäden in der Physiotherapie.

In der Kosmetik wird jedoch häufig wenig Hintergrundwissen über die Wirkung von Ultraschall vermittelt: Ultraschall soll Wirkstoffe einschleusen oder die Kollagenbildung fördern. Wie genau, darauf wird oft nicht eingegangen. Oder haben Sie schon einmal von Begriffen wie „akustischer Strömung“, „negativem Spitzenschalldruck“, „Beam Nonuniformity Ratio“ oder „Schallabsorptionskoeffizient“ gehört?

Wir gehen 3 Fragen auf den Grund

Als Schall bezeichnet man Schwingungen eines elastischen Mediums. Unter Ultraschall versteht man Schallwellen mit Frequenzen oberhalb des hörbaren Bereichs.

Schallwellen können sich nur in einem Medium ausbreiten. Die Wellenform des sich ausbreitenden Schalls entsteht dadurch, dass die Schallquelle rhythmisch Kraft auf die Moleküle des Mediums überträgt. Durch diese Kraft beginnen die Moleküle eines elastischen Mediums parallel zur Ausbreitungsrichtung des Schalls zu schwingen und bilden auf diese Weise eine Schallwelle. Sie haben dieses Phänomen vielleicht bereits beobachten können: Wenn man eine Trommel schlagt, beginnt das Fell der Trommel zu vibrieren.

Das Medium ist, auf die Kosmetik bezogen, sowohl ein Behandlungsprodukt wie ein Gel oder eine Creme, als auch die Haut selbst.

Jedes beschallte Teilchen im Medium bewegt sich/schwingt in Richtung der Wellenausbreitung.

Bezogen auf die Haut bedeutet dies, dass die Zellen, die Gefäße, die Bindegewebsfasern, quasi alle Teile der Haut, in Richtung der Wellenausbreitung schwingen!

In der Kosmetik ist die Anwendung von Ultraschall weit verbreitet. Die Ultraschallgeräte bestehen aus einem Generator für hochfrequente elektrische Energie und einem oder mehreren, von Hand geführten, Schallköpfen. Jeder Schallkopf enthält einen Wandler (elektroakustischer Transducer), in der Regel eine Scheibe aus einem sogenannten piezoelektrischen Material. Der Transducer wandelt elektrische Energie in akustische Signale in Form von Ultraschallwellen um.

Kopplungserkennung / Hautkontakterkennung

Moderne Ultraschallanlagen verfügen über eine Funktion zur Kopplungserkennung/ Hautkontakterkennung. Meist wird dem Anwender mithilfe eines blinkenden LED-Rings am Schallkopf ein Signal gegeben, wenn der Schallkopf abkippt und kein ausreichender Hautkontakt mehr besteht. Die Kopplungserkennung/ Hautkontakterkennung ist sowohl für den Behandlungseffekt als auch die Minimierung von Behandlungsrisiken sehr vorteilhaft.

Denken Sie an eine Sinuskurve. Würden Sie sich innerhalb einer Sekunde einmal entlang der Welle bewegen, also einmal den Wellenhügel „hinauf “ und in das Wellental „hinunter“, und gelängen Sie an das Ende der Kurve, wäre eine einzelne Schwingung das Ergebnis.

Eine Schwingung, also „einmal Wellenhügel und Wellental“, pro Sekunde entspricht einer Schallfrequenz von 1 Hertz (Hz). Die Schallfrequenz wird demnach in Schwingungen pro Sekunde gemessen. Ihre Einheit ist:

  • 1 kHz = 1 Kilohertz = 1.000 Hz
  • 1 MHz = 1 Megahertz = 1.000.000 Hz
  • 1 GHz = 1 Gigahertz = 1.000.000.000 Hz

1 MHz Ultraschall: Ultraschall mit einer Frequenz von 1.000.000 Schwingungen pro Sekunde.

3 MHz Ultraschall: Ultraschall mit einer Frequenz von 3.000.000 Schwingungen pro Sekunde.

10 MHz Ultraschall: Ultraschall mit einer Frequenz von 10.000.000 Schwingungen pro Sekunde.

Die Ultraschallwelle ist eine Longitudinalwelle. Longitudinalwellen benötigen für ihre Ausbreitung ein elastisches Medium (zum Beispiel Gewebe, Gel). Sie zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Fortpflanzungsrichtung und Richtung der Oszillation (Schwingung) übereinstimmen. Ultraschallwellen erzeugen, als Longitudinalwellen, eine periodische Kompression und Expansion des Mediums und führen damit zu periodischen Druckschwankungen im Medium: Das Medium (z. B. die Haut/das Gewebe) wird in derselben Frequenz wie der des Ultraschalls komprimiert und expandiert. Aus diesem Grund wird der mechanische Effekt auch als Mikromassage bezeichnet.

In derselben Zeit, wir nehmen nun 1 Sekunde als Beispiel, schwankt der Druck bei 3 MHz 3.000.000 Mal, dreimal öfter als bei 1 MHz (1.000.000 Druckschwankungen pro Sekunde). Bei 10 MHz schwankt der Druck 10.000.000 pro Sekunde und damit zehnmal öfter als bei 1 MHz. Resultat: Je hoher die Frequenz, desto mehr Druckschwankungen im Medium, auf kleinerem Raum und desto starker (im Sinne der Anzahl der Kompressionen und Expansionen der Zellen und Fasern) die Mikromassage. Warum auf kleinerem Raum? Durch die geringere Wellenlange finden die Druckschwankungen bei 3 MHz auf 1/3 des Raumes im Vergleich zu 1 MHz statt. Die Druckschwankungen bei 10 MHz treten auf 1/10 des Raumes im Vergleich zu 1 MHz statt.

  • Wellenlänge 1 MHz in der Haut = ca. 1,5 mm
  • Wellenlänge 3 MHz in der Haut = ca. 0,5 mm
  • Wellenlänge 10 MHz in der Haut = ca. 0,15 mm

Aufgrund der Abschwächung des Schallbündels nimmt die Druckschwankung mit zunehmender Tiefe ab, jedoch kann durch Interferenzphänomene im Nahfeld sowie durch Reflexion an den Grenzflachen zweier benachbarter Medien eine Zunahme der Intensität und der Druckschwankungen entstehen.

Der Begriff „thermische Wirkung“ steht für die Effekte des Ultraschalls, die durch Wärmeentwicklung erzeugt werden. Die Wärmeentwicklung ist eine direkte Folge der mechanischen Einwirkung des Ultraschalls: Die rhythmische Kompression und Dekompression des Gewebes und die Schwingung der Teilchen im Medium um ihre Ruhelage erzeugen Reibungswärme: Das Gewebe absorbiert den Schall und erwärmt sich in der Folge. Die Menge der erzeugten Wärme und der Temperaturanstieg im Gewebe sind von verschiedenen Faktoren abhängig:

  • Frequenz
  • Intensität
  • Modus
  • Behandlungsdauer
  • Absorptionskoeffizient des Gewebes / Mediums
Frequenz

Je höher die Frequenz, desto höher die potenzielle Wärmeentwicklung Durch die erhöhte Anzahl der Druckschwankungen im Medium und damit einhergehend mehr Reibungswärme steigt die potenzielle Erwärmung des Gewebes mit steigender Ultraschallfrequenz. Bei 3 MHz und einem Dauerschall mit einer Intensität von 1 W/cm² ist die Erwärmung des Gewebes deutlich höher als bei 1 MHz und einem Dauerschall mit einer Intensität von 1 W/cm² oder bei niederfrequentem Ultraschall.

Modus

Nur bei kontinuierlichem Ultraschall entfaltet sich dessen potenzielle Erwarmungswirkung auf das Gewebe vollständig. Bei Impulsschall wird die Warme in den Schallpausen vermehrt abgeleitet und damit die Erwärmung des Gewebes weitgehend minimiert. Der thermische Effekt ist bei Impulsschall demnach nur schwach vorhanden.

Absorptionskoeffizient des Gewebes/Mediums
Besonders an Stellen, an denen der Ultraschall reflektiert wird, entsteht Warme. Diese Reflexion tritt hauptsachlich an Grenzflachen zwischen Geweben mit unterschiedlicher akustischer Impedanz auf, zum Beispiel an der Grenzflache von Weichteilgewebe und Knochen.

Wenn ein Wärmeeffekt erwünscht ist, ist die Behandlung mit kontinuierlichem Ultraschall angezeigt. Der Kunde darf dabei jedoch nur einen leichten Wärmeeffekt spuren, kein Hitzegefühl. Die Intensität muss dementsprechend angepasst werden.

Die Nutzung von Ultraschall zum Einbringen von Wirkstoffen bzw. Arzneimitteln/ Medikamenten geht bis in die 1950er-Jahre zurück und ist unter den Bezeichnungen Sonophorese und Phonophorese bekannt. Zum Einsatz kamen und kommen sowohl hochfrequenter als auch niederfrequenter Ultraschall. Die Wirkmechanismen unterscheiden sich, ob hoch- oder niederfrequenter Ultraschall eingesetzt wird, jedoch stark! Wiederum weisen beide Schallarten Vorteile auf, von denen die Wirkstoff-Einschleusung profitiert. Das transdermale Einbringen von Wirkstoffen in die Haut wurde sowohl für nieder- als auch hochfrequenten Ultraschall in mehreren Studien erfolgreich durchgeführt und ist eine der bedeutendsten Funktionen des Ultraschalls. Nicht die thermischen, sondern die nicht-thermischen Effekte der Kavitation und der akustischen Strömung sind für die Sonophorese hauptsächlich verantwortlich. Sowohl nieder- als auch hochfrequenter Ultraschall sind für die Sonophorese geeignet, jedoch: Je niedriger die Frequenz, desto stärker die einschleusende Wirkung: Studien zur Sonophorese belegen:

  • NF-Ultraschall: ca. 100- bis zu 1000-fache Steigerung der Menge der transportierten Wirkstoffe
  • 1 MHz: bis zu 15-fache Steigerung der transdermalen Aufnahme von Wirkstoffen
  • 10 MHz: bis zu 4-fache Steigerung der Wirkstoffaufnahme

Zu den Studien: Wissenschaftliche Studien zu Sonophorese, Phonophorese und Ultraschall-Effekten

Bilayer-Sonophor-Effekt

Das von Krasovitski et al. vorgeschlagene Bilayer-Sonophor-Effekt-Modell erklart die nicht-thermischen, einschleusenden Ultraschalleffekte bei Intensitaten unterhalb der Kavitationsschwelle, d. h. bei Intensitaten, bei denen keine Kavitation entsteht: namlich durch die direkte mechanische Wirkung von Ultraschallwellen auf Doppelschicht-Membranen. Der akustische Druck schwankt zwischen Kompressionsphase („Wellenhugel“) und Expansionsphase („Wellental“).

In der Expansionsphase vergrosert sich der Raum zwischen den beiden Membranblattchen (Verdrangung des umgebenden Mediums) und verringert sich in der Kompressionsphase. Dadurch wird die Kontinuitat der Membran vorubergehend unterbrochen und es entstehen laut dem BLS-Modell Poren, durch die Stoffe uber die Membran transportiert werden.

Akustische Strömung

In dem Moment, in dem der vom Schallkopf ausgestrahlte Ultraschall auf eine Flüssigkeit trifft, z. B. auf eine auf die Haut aufgetragene Ampulle, breitet er sich darin aus, er wird „eingekoppelt“. Beim Auftreten von sogenannten nichtlinearen Effekten und einer Dämpfung des Schalls kann eine gleichförmige, gerichtete Strömung innerhalb der Flüssigkeit erzeugt werden: die akustische Strömung.

Sie bezieht ihre Energie aus dem Impulsübertrag der Schallwelle auf die Flüssigkeit. Der Impulsübertrag hangt von der Dämpfung der Schallwelle in der Flüssigkeit ab: Je starker die Dämpfung, desto mehr nehmen Impulsübertrag und Geschwindigkeit der akustischen Strömung zu. Zusätzlich zur akustischen Strömung kann bei hohen Schallwechseldrucken auch Kavitation in der Flüssigkeit entstehen.

Praxisbeispiel für akustische Strömung

Fast jeder Anwender in der Kosmetik kennt sie: Ultraschallbäder zur Reinigung und Desinfektion von Instrumenten, Fräsern und vielem mehr.

Hier trägt die akustische Strömung maßgeblich zum Funktionieren des Prozesses bei: Sie führt zum Transport der durch Kavitation abgereinigten Stoffe.

Kavitation

Als Kavitation, aus dem Lateinischen „cavitare“: aushöhlen, bezeichnet man die Bildung, Entwicklung und den Kollaps von Blasen oder Hohlräumen in Flüssigkeiten.

Diese Kavitationsblasen entstehen zum Beispiel durch die hohen Zugkräfte in der Dekompressionsphase, also Unterdruckphase oder Wellental, einer Ultraschallwelle.

Man unterscheidet nach dem Modell von Flynn zwei Formen von Kavitation:

  • Transiente Kavitation / inertial cavitation
  • Stabile Kavitation
Transiente Kavitation

Im Falle einer transienten Kavitation bildet sich in einer Flüssigkeit, unter dem Einfluss von Ultraschall, in der Dekompressionsphase ein mit Dampf gefüllter Hohlraum aus.

In diesen Hohlraum diffundieren auch in der Flüssigkeit gelöste Gase.

Auf die Dekompressionsphase folgt nun die Kompressionsphase. Durch den Überdruck und den Einfluss der Oberflächenspannung bricht der Hohlraum zusammen, er kollabiert.

Der Dampf kondensiert und das Gas wird komprimiert, ohne dass Wärmeenergie mit der Umgebung ausgetauscht wird.

Dieser Kollaps der Kavitationsblase setzt eine hohe Energiemenge frei, was wiederum zu einigen Folgeeffekten, darunter auch biologische Wirkungen auf das Gewebe, führt.

Wenn die Kavitationsblase beim Kollaps nicht fragmentiert oder zerstört wird, kann sie sich wieder ausdehnen und den beschriebenen Prozess erneut durchlaufen.

Stabile Kavitation

Im Falle einer stabilen Kavitation bildet sich in einer Flüssigkeit, unter dem Einfluss von Ultraschall, in der Dekompressionsphase eine mit Dampf gefüllte Blase, die dann im Ultraschallfeld um ihre Ruhelage bzw. um ihren Gleichgewichtszustand mitschwingt.

Der Innendruck in der Blase entspricht dem Druck, der in der Flüssigkeit durch die Gravitation entsteht, zuzüglich dem Druck aus der Oberflächenspannung der Blase.

Die Blasen der stabilen Kavitation können bis zu einer sogenannten Resonanzgröße anwachsen.

Die Blase befindet sich dann in Resonanz mit der Ultraschallwelle, was zu sehr starken Schwingungen führen kann, die erhebliche Auswirkungen auf die Teilchen, zum Beispiel Hautzellen, in unmittelbarer Umgebung der Blasen haben können.

Angenommen, Sie möchten die Behandlung beginnen und platzieren den Ultraschallkopf auf der Haut. Hier lagert sich zunächst Luft zwischen dem Schallkopf und der Haut ein.

Ihr Ziel ist, dass der Schall von einem Medium, vom Schallkopf aus, in ein anderes Medium, die Haut, übertragen wird.

Die verschiedenen Medien setzen den Schallwellen jedoch jeweils einen Widerstand, die Schallimpedanz, entgegen.

Durch die spezifische akustische Impedanz, also den individuellen Widerstand der Medien gegenüber dem Schall, wird ein Teil der Schallwellen reflektiert.

Die eingelagerte Luft zwischen Schallkopf und Haut reflektiert die Ultraschallwellen sogar fast vollständig.

Daher wird für eine Ultraschallbehandlung des Gesichts oder einer Körperpartie immer ein Kopplungsmittel benötigt.

Es ermöglicht eine Übertragung der Schallwellen in die Haut.

An sich kommen als Ultraschallkopplungsmittel verschiedenste Produktformulierungen infrage: Gele und Cremes oder sogar bestimmte Masken und Öle.

Die Beam Nonuniformity Ratio, kurz BNR, zu Deutsch das Bündel-Ungleichmäßigkeitsverhältnis, zeigt an, wie der erzeugte Schall sich auf der Fläche des Schallkopfs verteilt.

Die Verteilung des Schalls ist normalerweise nicht homogen, also nicht gleichmäßig, sondern weist sogenannte Hotspots auf.

An diesen Hotspots können Spitzenwerte erreicht werden, die 5- bis 10-mal, teilweise sogar 30-mal höher sein können als der am Gerät eingestellte Intensitätswert.

Die Ursache dafür sind sogenannte Interferenzphänomene.

Die erzeugten Hotspots treten zwar meist in der Mitte des Handstücks auf, jedoch nicht gleichmäßig.

Denn das beschallte Gewebe, die Haut, ist ebenfalls nicht homogen. So werden ständig unterschiedliche Reflexionen erzeugt und die Hotspots wandern.

Der BNR-Wert beschreibt das Verhältnis der höchsten Intensität im Schallfeld und der eingestellten Intensität, die auf dem Display des Geräts zu sehen oder vom Hersteller eingestellt ist.

Dieser Faktor darf 5:1 nicht überschreiten. Den BNR-Wert für Ihr Ultraschallhandstück erhalten Sie vom Hersteller des Geräts.

Ziel für einen Hersteller und ein Merkmal eines hochwertigen Geräts sollte eine möglichst gleichmäßige Verteilung des Schalls am Schallkopf und eine Minimierung der Spitzenwerte in der Mitte des Schallkopfs sein.

So errechnen Sie den Spitzenwert der Intensität des Hotspots

Angenommen, Ihr Schallkopf hat einen BNR-Wert von 5 und die eingestellte Intensität beträgt 1 W/cm².

Mögliche Spitzenwerte: 5 × 1 W/cm² = 5 W/cm².

Praxisbeispiel

Wie können Sie die Verteilung der Intensität bzw. Spitzenwerte an Ihrem Ultraschallhandstück beobachten?

Besonders gut erkennen lässt sich die Verteilung der Spitzenwerte des Schalls bei den Handstücken von hochfrequenten Ultraschallgeräten, zum Beispiel mit den kosmetisch häufig genutzten Frequenzen von 1, 3 und 10 MHz.

Hier haben die Schallköpfe in der Regel eine plane Oberfläche.

  • Halten Sie den Schallkopf mit der Schallfläche nach oben.
  • Tröpfeln Sie gleichmäßig Wasser auf den gesamten Schallkopf.
  • Schalten Sie Ihr Gerät bzw. das Behandlungsprogramm an.

Sie sehen, dass das Wasser pulsiert. Je höher die Intensität, desto deutlicher wird der Effekt sichtbar.

Richtet sich das Wasser nur in der Mitte des Schallkopfes aus, ist dies ein Indiz dafür, dass die Spitzenwerte nur in der Mitte auftreten und der Schall nicht gleichmäßig verteilt ist.

Bleibt das Wasser auch am Rand des Schallkopfes und pulsiert dort, zeigt dies eine gleichmäßigere Verteilung des Schalls und der Hotspots.

Wie wirkt Ultraschall wirklich im Gewebe?

Zunächst einmal zum tieferen Wissen hinter der Wirkung von Ultraschall: Sie wollten schon immer verstehen, was wirklich hinter Begriffen wie „Mikromassage“ steckt, wie genau Ultraschall Wirkstoffe einschleust und wie Sie das Behandlungsergebnis selbst mit der Wahl der Parameter beeinflussen können?

Wir nehmen Sie mit hinter die Kulissen und zeigen Ihnen in einem ausführlichen Beitrag, wie Ultraschall in der Haut arbeitet, wie Sie prüfen können, ob ein Ultraschallgerät eine hohe Qualität hat und vieles mehr.

Sind die Effekte wissenschaftlich bewiesen?

Das zeigen Studien wirklich über Ultraschall

Sonophorese / Phonophorese:

  • seit Jahrzehnten intensiv erforscht, in zahlreichen Studien belegt
  • sowohl für wasserlösliche als auch fettlösliche Stoffe
    NF-Ultraschall: ca. 100- bis zu 1000-fache Steigerung der Menge der transportierten Wirkstoffe

NF-Ultraschall: ca. 100- bis zu 1000-fache Steigerung der Menge der transportierten Wirkstoffe

1 MHz: bis zu 15-Fache Steigerung der transdermalen Aufnahme von Wirkstoffen

10 MHz: bis zu 4-fache Steigerung der Wirkstoffaufnahme

Je niedriger die Frequenz, desto stärker die einschleusende Wirkung.


Ultraschall erhöht durch mechanische Effekte, unter anderem Kavitation und akustische Strömung die Durchlässigkeit der Haut – und ermöglicht so ein nachweislich effektives, nadelfreies Einschleusen von Wirkstoffen.

Zellbiologische Effekte:

Eine große Bandbreite an Studien belegen, dass Ultraschall die Zellen direkt stimulieren kann – ohne die Haut zu verletzen.

1 MHz nach simulierter Verletzung:

  • Kollagensynthese +50–67 %
  • erhöhte Zellteilung (DNA-Synthese / Thymidin-Inkorporation)


Zellproliferation von Fibroblasten und Osteoblasten erhöht

  • Steigerung bis zu ca. 35–52 %


Kollagenproduktion erhöht

  • Steigerung, bis zu ca. 112%
  • plus nicht-kollagene Proteine (NCP)


Zytokine & Entzündungsmediatoren

  • leichte Stimulation von IL-1β
  • auch IL-6 / IL-8


Angiogenese

  • erhöhte VEGF-Produktion

Thermische Effekte:

Studien zeigen:

  • Erhöhung der Gewebetemperatur
  • Verbesserung der lokalen Durchblutung
  • Steigerung des Stoffwechsels
  • Erhöhung der Bindegewebselastizität


Bedeutung:
Ultraschall verbessert die Versorgung des Gewebes und optimiert physiologische Prozesse.

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So setzen Sie die Behandlung in Ihrer Kabine um

Lösung 1: Reine Ultraschallbehandlungen und Kuren

Ultraschall ist weit mehr als eine Zusatzbehandlung – er kann eine komplette Behandlung tragen. Voraussetzung ist eine hochwertiges Ultraschallgerät, dass entsprechend fein austarierte Programme liefert – denn jede Indikation erfordert andere technische Parameter um die Wirkung des Ultraschalls gezielt zu lenken.

Wenn das Gerät die voreingestellten Programme liefert, sind die Möglichkeiten vielfältig, z.B. :

  • als Kurbehandlung bei unreiner Haut und entzündlichen Prozessen
  • als kollagenbildende präventive / Pro Aging Behandlung zur Hautverjüngung
  • nadelfreies Einschleusen von Hyaluronsäure und Co. oder aufhellenden Wirkstoffen für eine sofortige Hautglättung und Reduktion von Hyperpigmentierungen

Davon profitieren Sie:

  • Neukundengewinnung durch Ergebnisse, die rein manuell nicht erzielbar sind
  • Kundenbindung durch Behandlungskuren

Doch das wahre Potenzial zeigt sich in einem Bereich, der bereits in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und weiter stark wächst: der ästhetischen Medizin.

Immer mehr KundInnen entscheiden sich für Behandlungen der Dermatologie und ästhetisch plastischen Chirurgie, von Hautverjüngungslasern, Säurebehandlungen, Fillern, Skinboostern bis hin zu kleineren und größeren operativen Eingriffen wie Augenlidstraffung oder Face Lift.

Und genau hier ist Ultraschall als echter Gamechanger einsetzbar.

Lösung 2: Vor- und Nachbehandlung bei ästhetischen Eingriffen

Immer mehr KundInnen nehmen Behandlungen wie ablative Laser, tiefere chemische Peelings, Filler, Skinbooster, oder OPs wie Augenlidstraffungen oder FaceLifts wahr. Und genau hier ist Ultraschall echter Gamechanger.

Vor der Behandlung:  

Vor der Behandlung kann Ultraschall die Gewebequalität verbessern, Fibroblasten aktivieren und die Haut optimal auf Injektionen und Eingriffe vorbereiten

Nach der Behandlung:

kann Ultraschall die Wundheilung beschleunigen und die Kollagenbildung und Angiogenese (z. B. über VEGF-Stimulation) gezielt fördern

Davon profitieren Sie:

  • weniger Nebenwirkungen, schnellere Heilung, bessere Ergebnisse für Ihre KundInnen

  • Neukundengewinnung durch eine klare Positionierung als Expertin und ein Behandlungsangebot, das nicht bei jedem Kosmetikinstitut zu finden ist

Lösung 3: Perfekte Ergänzung zu Ihren vorhandenen Geräten

Ultraschall ersetzt Ihre Geräte nicht – er verstärkt sie.

Ultraschall in Kombination mit LED-Behandlungen, Radiofrequenz, Microneedling uvm. sorgt für eine Beschleunigung der Regenerationsprozesse, Reduktion von Nebenwirkungen, verstärkte Stimulation der Fibroblasten uvm.

Nach dem Einsatz von Radiofrequenz, Muskelstimulation, LEDs oder Vakuummassagen, die selbst keine Einschleusung von Wirkstoffen ermöglichen, arbeitet Ultraschall Inhaltsstoffe gezielt in tiefe Hautschichten ein. Ein Beispiel: die Kundin wird mit Radiofrequenz behandelt, soll jedoch zusätzlich sofort wieder Tiefenfeuchtigkeit oder effektsteigernde Wirkstoffe in die Dermis geschleust bekommen: Ultraschall leistet die Phonophorese und unterstützt die Kollagenbildung – studiengeprüft.

Bei Geräten, die selbst nur ein passives Eindringen der Wirkstoffe ermöglichen, sorgt Ultraschall für vertieftes Einschleusen in Hautschichten, in denen ein kosmetisches Microneedling oder eine Abrasion nicht arbeiten und unterstützt die Regeneration der Haut!

Davon profitieren Sie:

  • Effektverstärkung Ihrer Behandlungen
  • Schneller abklingende Nebenwirkungen
  • zufriedenere KundInnen
  • Umsatzsteigerung

Fazit

  • Wissenschaftliches Fundament mit über 50 Studien zu 1 MHz, 3 MHz, 10 MHz und niederfrequentem Ultraschall
  • Nadelfreie Wirkstoffeinschleusung
  • Wirkung in allen 3 Hautschichten
  • Unkomplizierte Behandlung ohne Ausfallzeit und unerwünschte Nebenwirkungen
  • Schmerzfrei
  • Für jeden Haut- und Phototyp geeignet, selbst für empfindlichste Hautbilder
  • Ganzjährig einsetzbar
  • Rechtssicher (NiSV-konform bei entsprechender Schulung)

Mit dem richtigen Ultraschallgerät können Sie:

  • sowohl mit sichtbaren Ergebnissen reine Ultraschallbehandlungen und Kuren durchführen
  • Ihre bisherigen Behandlungen aufwerten und Zusatzumsätze generieren

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Nicht jedes Ultraschallgerät liefert die gleiche Wirkung! Die Qualität der Handstückkonstruktion, das Einbinden von Studienergebnissen in die Behandlungsprogramme, sowie die Leistung, Modi und weitere technische Parameter sind entscheidend für den Erfolg der Behandlung. Unsere Systeme bieten: Kopplungserkennung (Hautkontakt-Sensorik) Hochwertige Edelstahl-Handstücke mit hervorragenden Werten bei BNR (Beam Nonuniformity Ratio) Gleichmäßige Energieabgabe mit hoher Wattleistung Frequenzen: NF, 1 MHz, 3 MHz, 10 MHz Dynamischer Frequenzwechsel Bis zu 45 Programme je nach Gerät Die Programme sind für Indikationen von unreiner Haut über Pre Laser bis hin zu Post Face Lift erstellt und nehmen Ihnen die Arbeit ab, da die Feinabstimmung der Parameter bereits für Sie vorgenommen wurde MADE IN GERMANY Entwickelt und gefertigt in unserer eigenen Manufaktur – seit Jahrzehnten spezialisiert auf Ultraschall

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